Unter dem ökologischen Fußabdruck wird die biologisch produktive Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter den heutigen Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen. Er wird als Nachhaltigkeitsindikator bezeichnet.

Das schließt Flächen ein, die zur Produktion von Kleidung und Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie benötigt werden, aber z. B. auch zur Entsorgung von Müll oder zum Binden des durch menschliche Aktivitäten freigesetzten Kohlenstoffdioxids.

Der Fußabdruck kann dann mit der Biokapazität der Welt oder der Region verglichen werden, also der biologisch produktiven Fläche, die vorhanden ist.

Das Konzept wurde 1994 von Mathis Wackernagel und William Rees entwickelt. Daraus ist das Global Footprint Network entstanden.

(Quelle: Wikipedia)

Was bedeutet das aber konkret?

Auf der Website des Global Footprint Network findest du eine Karte, wo detailliert aufgeschlüsselt ist, welches Land wie viel Biokapazität hat und wie groß der ökologische Fußabdruck pro Person ist. Die Biokapazität pro Person in Deutschland lag 2016 demzufolge bei 1,6 globale Hektar, der ökologische Fußabdruck pro Person bei 4,8. Daraus ergibt sich ein Defizit von -3,2 globale Hektar.

Die Nachfrage nach regenerierbaren Ressourcen ist seit 1971 höher als das Angebot. Das heißt, Ressourcen wie Bäume oder andere Pflanzen wachsen weit langsamer nach, als sie verbraucht werden. Wir entnehmen unseren Ökosystemen also viel mehr, als sie jährlich regenerieren können. Daher erholen sie sich schlechter von den Belastungen. Das wirkt sich vor allem auf andere Länder und zukünftige Generationen aus: Wir nehmen ihnen die Rohstoffe weg, die sie bräuchten, um später ihren Lebensstandard aufrechterhalten zu können.

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Was können wir selbst dagegen tun?

Berechne deinen eigenen ökologischen Fußabdruck z.B. mit dem Rechner von Brot für die Welt. Der beinhaltet nur 13 Fragen; teilweise kannst du auch grob schätzen. Der Rechner berechnet nicht nur deinen ökologischen Fußabdruck sondern gibt dir auch Tipps dazu, wie du deinen Wert verringern kannst. In der Berechnung spielen Ernährung, Mobilität und Wohnen eine wesentliche Rolle

Detailliertere Rechner und Fragen findest Du auf der Seite des Global Footprint Networks oder der United Nationes Climatechange

Verringere deinen ökologischen Fußabdruck!

Es gibt viele Wege, wie du diesen Wert verringern kannst:

  • Ernährung: Konsumiere weniger tierische Produkte und kaufe möglichst regional und saisonal. Auch tiefgekühlte oder im Kühlhaus gelagerte Produkte belasten die Umwelt. Verzichte deshalb auf Tiefkühlkost und kaufe frische Zutaten.
  • Mobilität: Fahre viel Fahrrad, bilde Fahrgemeinschaften und versuche aufs Fliegen zu verzichten.
  • Wohnen: Heize im Winter nur so viel wie nötig, isoliere dein Haus oder deine Wohnung gut und nutze energiesparende Geräte.
  • Konsum: Kaufe neue Sachen, wenn möglich, gebraucht. Überlege dir, ob du ein Produkt wirklich brauchst, bevor du es einkaufst.
  • CO2: Berechne deinen CO2-Fußabdruck und kompensiere am Ende des Jahres alles oder einen Teil deiner CO2-Emissionen.

(Quelle: Utopia.de)